Therapeutische Möglichkeiten

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Allgemeines

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Diese Darstellung ist für Laien bestimmt, kann aber in keinem Fall das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Nur dieser kann alle Einzelheiten des jeweils persönlichen Falles beurteilen, entsprechend weitere individuelle Aufklärung geben und gebotene diagnostische und ggf. therapeutische Maßnahmen einleiten. Die hier gegebenen Informationen entsprechen dem Wissensstand Februar 2008. Neue Erkenntnisse können Teile hiervon oder die ganze Darstellung veraltet werden lassen.
Schon sehr früh wurde versucht, den Hypophysentumor operativ zu entfernen. Die Hypophyse (deutsch: Hirnanhangsdrüse) liegt aber an der Basis des Schädels recht versteckt und ist operativ bei dem früher üblichen Zugangsweg von oben durch die Schädeldecke schwer zu erreichen Daher waren diese Operationen schwer und meist unvollständig.
Heute wird die Operation mit modernen Methoden von unten her durch die Nase (transnasal, transsphenoidal) viel schonender durchgeführt. Trotzdem führt auch jetzt noch die Operation nur bei etwa 50% der Patienten zu einer völligen Heilung unter weitgehender Schonung der anderen, wichtigen Funktionen der Hypophyse. Dies liegt jetzt vor allen Dingen daran, dass die Diagnose immer noch sehr spät gestellt wird und damit große Tumore vorliegen, die auch von erfahrenen Neurochirurgen nicht mehr vollständig entfernt werden können.
Therapie der zweiten Wahl ist die Bestrahlung, die jedoch nur langsam wirkt, so dass noch über Jahre hinaus zuviel Wachstumshormon ausgeschüttet wird. Sie trägt zudem ein großes Risiko, evtl. noch erhaltene andere Funktionen der Hypophyse langfristig zu schädigen.
Eine Therapie mit Medikamenten – besonders sog. „Somatostatin-Analoga“ - wird im Allgemeinen nur angewendet nach einer Bestrahlung und wird fortgeführt bis zu deren vollem Wirkungseintritt.
Diese Medikamente müssen jedoch injiziert werden und sind nicht ohne unerwünschte – wenn auch nicht schwerwiegende - Nebenwirkungen.
Somatostatin ist ein natürliches Molekül, das hemmend auf die Sekretion des Wachstumshormones aus der normalen Hypophyse und auch aus den meisten STH-sezernierenden Tumoren wirkt.
Eine neuere Entwicklung auf dem Gebiet der medikamentösen Therapie ist ein Antagonist des Wachstumshormones, der nicht das Wachstumshormon senkt (wie die Somatostatin-Analoga), sondern die Wirkung des Hormones an seinem Rezeptor blockiert.